Pilze ohne Reue genießen


Tipps für Sammler
Pilze ohne Reue genießen
Torsten Rempt/pixelio.de
Der Butterpilz ist neben dem Pfifferling und der Marone einer der beliebtesten Speisepilze. Man findet ihn meist in Gruppen unter Kiefern und Föhren.

Kenner können es kaum erwarten: Im September beginnt die Pilzsaison. Das kalorienarme Gemüse ist eine schmackhafte Beilage und verfeinert Soßen, Suppen und Wildgerichte. Der TÜV Süd erklärt, was Sie beim Sammeln und Verarbeiten beachten sollten.
Im Zweifel Experten fragen
Bis heute sind tausende Pilzarten bekannt, von denen jedoch nur wenige essbar sind. Die übrigen sind unbekömmlich, einige bereits in kleinsten Mengen tödlich. Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland jährlich zu mehreren tausend Fällen von Pilzvergiftungen. Für alle Sammler gilt daher: Pilze im Zweifelsfall lieber stehen lassen. Bilder in Bücher oder im Internet täuschen leicht, ältere Literatur ist nicht auf dem aktuellen Stand. Wenn Sie sich nach der Ernte nicht mehr sicher sind, hilft eine örtliche Pilzberatungsstelle weiter. Die Adressen finden Sie beim städtischen Gesundheitsamt und ehrenamtlichen Vereinen.

Inhaltsstoffe und Bekömmlichkeit
Grundsätzlich sind von Pilzen nur die oberirdisch wachsenden Teile - Stiel und Hut - genießbar. Die Zellwände enthalten unverdauliches Chitin, das Blähungen und Magenverstimmungen auslöst. Pilze deshalb immer zerkleinern, mindestens 15 Minuten erhitzen und gut kauen. Auch zum Schutz vor Fuchsbandwürmern sind Wildpilze nur durchgegart zu verzehren.

Die Hutträger sind die idealen Zutaten einer kalorienbewussten Ernährung. Sie enthalten je nach Art bis zu 90 Prozent Wasser und weniger als 1 Prozent Fett. Stattdessen versorgen sie uns mit Kalium, Phosphor und den Vitaminen B und D. Einige Sorten, wie der Austernseilting, sind sehr folsäurehaltig. Mit bis zu 8 Prozent ist der Ballaststoffanteil der Pilze viel höher als bei anderen Gemüsesorten. Da Pilze Mineralien und Metalle aus dem Boden aufnehmen, reichern sich Cadmium, Blei und Quecksilber in den Fruchtkörpern an. Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl enthalten Wildpilze aus Süddeutschland noch immer zu viel Radiocäsium. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt, nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu verzehren. Schwangere, Kinder und Menschen mit geschwächten Abwehrkräften greifen besser auf Zuchtpilze zurück.

Gefroren oder getrocknet haltbar

Egal, ob im Wald gesammelt oder aus dem Supermarkt: Ein frischer Pilz ist saftig und prall, ohne Flecken, Schimmel oder weiche Stellen. Achten Sie bei Zuchtchampignons auf geschlossene Köpfe  und nicht zu trockene Stielenden. Da Pilze rasch verderben, empfiehlt es sich, sie so schnell wie möglich zu verarbeiten. Keinesfalls länger als 2 Tage im Kühlschrank und nicht in Tüten oder geschlossenen Plastikbehältern lagern! Vor dem Verarbeiten mit einem feuchten Tuch abreiben oder bürsten. Entfernen Sie madige oder glasige Stellen großzügig.

Wenn Sie zu viele Pilze gesammelt haben, bleibt der Überschuss frisch eingefroren bis zu 6 Monate haltbar. Dazu die Pilze in Scheiben schneiden und kurz blanchieren. Das tötet vorhandene Bakterien. Alternativ Pilze scheibenweise bei ca. 40°C bei leicht geöffneter Tür über mehrere Stunden im Backofen trocknen. Anschließend luftdicht, kühl und dunkel aufbewahren.

Frische, eingefrorene und getrocknete Pilze können einmal bei mindestens 70°C aufgewärmt werden. Dazu vorher rasch abkühlen, am besten in Eiswasser, und maximal einen Tag im Kühlschrank lagern.

Unsere Partnerapotheke

Apotheke im Sanupark
Frankfurter Str. 94
65239 Hochheim

zur Webseite

Unsere Partnerapotheke


Apotheke im MCN 

Borsigstraße 2-4
65205 Wiesbaden

zur Website

News

Im Sommer droht Gewitterasthma
Im Sommer droht Gewitterasthma

Wenn Atemnot in der Luft liegt

Gewitter und eine hohe Pollenbelastung sind eine gefährliche Kombination für Menschen mit Asthma oder andere allergischen Erkrankungen. Denn während des Unwetters und kurz danach droht ihnen ein Gewitterasthma.   mehr

Sonnenschutz für die Lippen
Frau trägt im Auto kosmetischen Lippenstift auf. Vor Sonnenbrand bewahren nur spezielle Sonnenschutz-Produkte.

Sonnenbrand-Gefahr nicht ignorieren

Sonnencreme gehört im Sommer für die meisten zur Grundausstattung. Doch kaum jemand denkt daran, auch die Lippen vor UV-Strahlung zu schützen. Dabei ist die empfindliche Lippenhaut ganz besonders gefährdet.   mehr

Warzen bekämpfen – so geht’s
Warzen bekämpfen – so geht’s

Lästiges Hautproblem

Warzen sind ein häufiges Problem. Vor allem Kinder und Jugendliche bringen sie gerne aus Hallenbädern und Gemeinschaftsduschen mit. Wie wird man sie am besten wieder los?   mehr

Nur ein Kopfkissen beim Glaukom?
Nur ein Kopfkissen beim Glaukom?

Damit der Druck nicht steigt

Beim grünen Star ist es wichtig, den Augeninnendruck zu senken. Dazu gehört nicht nur die regelmäßige Verwendung der verordneten Augentropfen. Offenbar ist es auch besser, beim Schlafen auf ein zweites Kopfkissen zu verzichten.   mehr

Sicher Autofahren mit Diabetes
Sicher Autofahren mit Diabetes

Dem Unterzucker keine Chance!

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Unfälle beim Autofahren. Das liegt daran, dass es trotz moderner Therapien immer noch zu Unterzuckerung (Hyperglykämie) kommen kann – und dadurch zu Sehstörungen oder Schwindel. Expert*innen haben Tipps zusammengetragen, wie man auch mit Diabetes sicher Auto fährt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Rosen-Apotheke
Inhaberin Ulrike Stäudel
Telefon 06146/83 50 84
E-Mail service@rosen-apotheke-hochheim.de